Weltgebetstag 2018: Produkte, Rezepte, Infos rund um Surinam

Thema des Monats Februar 2018

 

Surinam ist das Partnerland für den Weltgebetstag der Frauen am 2. März 2018. Passend zum Thema des Weltgebetstags „Gottes Schöpfung ist sehr gut“ bieten wir ein Sortiment fair gehandelter Produkte aus verschiedenen Regionen der Welt. Für die Auswahl haben wir uns von der surinamischen Küche inspirieren lassen. Rezepte in der Broschüre, die in unserem Weltladen zu bekommen ist, laden ein, Gerichte aus der surinamischen Küche nachzukochen. Sie können diese Broschüre auch aus dem Internet herunterladen. Einen Link dazu finden Sie unten auf dieser Seite.

Kulturelle, religiöse und sprachliche Vielfalt

Surinam ist der Inbegriff von Vielfalt auf kleinem Raum. Das kleinste Land Südamerikas besticht durch seine kulturelle, religiöse und sprachliche Fülle. Die bunte und abwechslungsreiche Küche wird von den verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Landes geprägt. Viele Menschen und ihre Familien leben erst seit wenigen Generationen in Surinam. In der bewegten Geschichte des Landes kamen sie u. a. aus Westafrika, Indonesien, Indien und China nach Surinam. Da unser Fair-Handels-Partner El Puente derzeit keine Handelsbeziehungen zu surinamischen Handelspartnern hat, bieten wir eine Auswahl fairer Produkte aus anderen Ländern, die Sie für die Rezepte aus Surinam benutzen können. Surinamische Spezialitäten verraten durch ihre Zutaten Einflüsse aus Regionen Westafrikas, Asiens und Südamerikas: ein Potpourri indischer, indonesischer, kreolischer und südamerikanischer Köstlichkeiten.

Herausforderung Umweltschutz

Die Vielfalt Surinams spiegelt sich auch in der Tier- und Pflanzenwelt wider. Doch die Bewahrung ihres natürlichen Lebensraums ist bedroht: Der Abbau von Gold in teils illegalen Minen und die voranschreitende Abholzung des Regenwaldes gefährden die Ressourcen des Landes. Deshalb haben wir, passend zum Motto „Gottes Schöpfung ist sehr gut“, zum diesjährigen Weltgebetstag ein Sortiment aus fair gehandelten Naturprodukten ausgewählt.

Surinam ist das Land mit der kleinsten Fläche in Südamerika. 540.000 Einwohner leben hier – ein Großteil an der 400 Kilometer langen Küste. Zum Vergleich: Die Fläche Deutschlands ist etwa halb so groß wie Surinam. Die Hauptstadt Surinams ist Paramaribo. Sie ist gleichzeitig die wichtigste Hafenstadt des Landes. Von hier werden die Güter für den Export verschifft. Allein in Paramaribo lebt fast die Hälfte der Bevölkerung Surinams – etwa 240.000 Einwohner.

Menschen in Surinam

Die indigenen Gruppen, die schon vor der Kolonisierung in Surinam lebten, sind heute eine Minderheit in der Gesellschaft. Die Bevölkerung ist derzeit zu einem Drittel afrikanischer Herkunft. Diese fühlt sich vor allem zwei Gruppen zugehörig: den Maroons und den Kreolen. Die Maroons flohen aus der Sklaverei von den Plantagen entlang der Küste und lebten daraufhin im Hinterland.

Menschen indischer Herkunft, die sogenannten Hindustanen, bilden ein weiteres Drittel der Bevölkerung. Sie kamen als Arbeitsmigranten nach Ende der Sklaverei aus dem damaligen Britisch-Indien. Kleinere Bevölkerungsgruppen migrierten aus dem heutigen Indonesien, aus China, aus arabischen Ländern oder Europa nach Surinam.